Biologische Auswirkungen und wirtschaftliche Folgen
Magen-Darm-Nematoden gehören in Weidehaltungssystemen von Wiederkäuern, Geflügel und Schweinen zu den häufigsten Parasiten. Da die Tiere dort kontinuierlich mit kontaminiertem Weideland oder Ausläufen in Kontakt kommen, ist das Infektionsrisiko entsprechend hoch [2][3]. Ein Befall kann die Tiergesundheit erheblich beeinträchtigen, indem er den Magen-Darm-Trakt schädigt, Blutarmut verursacht und die Futteraufnahme reduziert.
🌿 Bei Kühen, Schafen und Ziegen auf der Weide können Magen-Darm-Würmer zu geringeren Tageszunahmen, einer verminderten Milchleistung und einer schlechteren Fruchtbarkeit führen [1][2].
🌿 Bei Freilandlegehennen können Nematoden die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen, die Darm-Schleimhaut schädigen und die Futterverwertung verschlechtern. Dies kann Wachstumsverzögerungen, eine geringere Legeleistung sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Folgeerkrankungen nach sich ziehen [5][6].
🌿 Bei Schweinen können Spulwürmer die Futterverwertung und die Gewichtszunahme beeinträchtigen. Dar-über hinaus können sie Leberveränderungen sowie Atemwegsprobleme während der Larvenwanderung verursachen. Auch ein Befall ohne erkennbare klinische Symptome kann Leistungseinbußen und größere Unterschiede innerhalb einer Tiergruppe verursachen, was die Produktionseffizienz beeinträchtigt [7][8].
Die wichtigsten Nematodenarten
Rinder: Ostertagia ostertagi und Cooperia oncophora
Kleine Wiederkäuer: Haemonchus contortus und Teladorsagia circumcincta
Geflügel: Ascaridia galli, Heterakis gallinarum, und Capillaria spp.
Schweine: Ascaris suum
Die wirtschaftlichen Folgen von Parasiteninfektionen sind bei allen Tierarten erheblich. Bei Fleischrindern verursa-chen sie weltweit jährliche Verluste in Milliardenhöhe, insbesondere durch Leistungseinbußen und geringere Schlachtkörpererträge [3]. Für Europa werden die jährlichen Kosten von Helmintheninfektionen bei Rindern, ein-schließlich gastrointestinaler Nematoden (GIN), auf 1,0 bis 2,7 Milliarden Euro geschätzt. Rund 81 % dieser Kosten entstehen durch Produktionsverluste und nicht durch Behandlungsmaßnahmen [2]. Bereits ein moderater Befall kann die Gewichtszunahme deutlich verringern und damit die Wirtschaftlichkeit landwirtschaftlicher Betriebe spürbar beeinträchtigen [1].
Das weitverbreitete Auftreten von Anthelminthika-Resistenzen verschärft das Problem zusätzlich. Der langfristige Einsatz chemischer Entwurmungsmittel hat zu einer verminderten Wirksamkeit in mehreren Wirkstoffklassen geführt, was die Notwendigkeit nachhaltigerer und integrierter Strategien zur Parasitenbekämpfung unterstreicht [4].

Oregano-Öl
Das Oregano-Öl ist reich an Phenolverbindungen, die die Zellmembranen von Parasiten zerstören.
Studien belegen, dass Oregano-Öl sowohl eine ovizide als auch eine larvizide Wirkung aufweist und das Schlüpfen der Eier sowie die Larven-entwicklung bei Magen-Darm-Nematoden hemmt [9][10].

Wermutkraut-Extrakt
Wermutkraut-Extrakt enthält bioaktive Verbindungen wie Sesquiterpenlactone, die die neuromuskulären Funktionen und den Stoffwechsel von Parasiten beeinträchtigen. Sowohl in vitro- als auch in vivo-Studien haben bei infizierten Tieren eine verringerte Larvenbeweglich-keit und eine geringere Eizahl im Kot nachgewiesen [11].

Quillaja-Saponine
Quillaja-Saponine interagieren mit den Sterolen der Zellmembran und führen so zu einer Zerstörung der Zellen. Zusätzlich zu ihrer direkten antiparasitären Wirkung weisen sie immunmodulierende Eigenschaften auf und regulieren die mikrobielle Flora, wodurch sie die Darmgesundheit und die Nährstoffverwertung fördern [12] [13].
Natürliche Unterstützungsstrategien
Natürliche Wirkstoffe wie Oregano-Öl, Wermutextrakt und Quillaja-Saponine werden zunehmend als wertvolle Ergänzung zu herkömmlichen Maßnahmen der Parasitenkontrolle eingesetzt. Sie können helfen, den Parasitendruck zu senken, die Leistung zu unterstützen und den Einsatz synthetischer Anthelminthika zu reduzieren. Dank ihrer vielfältigen Wirkansätze sind sie zudem für Konzepte zur Resistenzminderung von besonderem Interesse [4].
Die Vorteile zeigen sich bei unterschiedlichen Tierarten. Eine stabile Darmgesundheit und eine ausgewogene Darmmikrobiota sind entscheidend für eine effiziente Nährstoffverwertung und eine hohe Widerstandskraft gegenüber den Belastungen eines Parasitenbefalls [8].
Eine praktische Lösung für moderne Tierhaltungssysteme
Natürliche Pflanzenextrakte können insbesondere bei Tierarten von Nutzen sein, die regelmäßig mit Parasiten in Kontakt kommen. Dazu zählen Weidetiere wie Schafe, Ziegen und Rinder ebenso wie Geflügel und Schweine. Besonders in Phasen mit erhöhtem Infektionsdruck, beispielsweise zu Beginn der Weidesaison oder während des Absetzens, kann ihr Einsatz sinnvoll sein. In der Praxis werden die Extrakte über das Futter, das Tränkwasser oder Leckmassen verabreicht und in ganzheitliche Parasitenmanagement-Konzepte integriert, die Maßnahmen wie Weidemanagement, Monitoring und gezielte Behandlungen miteinander verbinden.
Um diese Erkenntnisse in eine praxistaugliche Lösung zu überführen, hat Dostofarm VERMI® entwickelt. Die Kombi-nation aus Oregano-Öl, Wermutkraut- und Quillaja-Extrakt sowie weiteren ätherischen Ölen basiert auf mehr als 25 Jahren Erfahrung mit pflanzlichen Wirkstoffen. VERMI® wurde speziell dafür konzipiert, moderne Strategien des integrierten Parasitenmanagements zu ergänzen und Tierhalter bei der Umsetzung eines ganzheitlichen Parasitenma-nagements zu unterstützen.
Literaturverzeichnis
[1] Ilangopathy, M. et al. (2019). Economic impact of gastrointestinal nematodes on meat production from sheep. International Journal of Livestock Research.
[2] Charlier, J. et al. (2020). Economic burden of helminth infections in European ruminants.
[3] Strydom, T. et al. (2023). Economic impact of parasitism on beef cattle production. Animals.
[4] Vande Velde, F. et al. (2018). Gastrointestinal nematodes and sustainable control approaches. Frontiers in Veteri-nary Science.
[5] Permin, A. & Hansen, J.W. (1998). Epidemiology, diagnosis and control of poultry parasites. FAO Animal Health Manual.
[6] Tarbiat, B. et al. (2015). Helminth infections in free-range chickens. Veterinary Parasitology.
[7] Roepstorff, A. & Nansen, P. (1998). Epidemiology and control of helminth infections in pigs. Veterinary Parasitolo-gy.
[8] Nejsum, P. et al. (2012). Ascaris suum infection in pigs: development and economic significance. Parasite Immu-nology.
[9] Jiménez-Penago, G. et al. (2021). Anthelmintic activity of oregano essential oil. Journal of Parasitic Diseases.
[10] Štrbac, F. et al. (2023). Oregano essential oil as an anthelmintic in sheep. Animals.
[11] Flores-Prado, V. et al. (2025). Anthelmintic activity of Artemisia absinthium in goats. Journal of Advanced Veteri-nary and Animal Research.
[12] Fleck, J.D. et al. (2019). Biological activities of Quillaja saponaria saponins. Molecules.
[13] Francis, G. et al. (2002). The biological action of saponins in animal systems. British Journal of Nutrition.




